Information des Landkreises Diepholz

                                                                                                                                  Stand: 18.11.2015
Merkblatt über den Unterrichtsausfall bei extremen Witterungsverhältnissen im Landkreis Diepholz


1. Unterrichtsausfall vor Unterrichtsbeginn
1.1 Die Anordnung über Unterrichtsausfall vor Unterrichtsbeginn wird ausschließlich über die
Rundfunksender im Rahmen der Verkehrsdurchsagen gemeldet und zwar frühestmöglich, auf
jeden Fall ab 06.00 Uhr morgens. Für das Gebiet des Landkreises Diepholz sind der Norddeutsche
Rundfunk (NDR) und Radio Bremen maßgebend, jedoch werden die Meldungen auch
über private Sender gegeben. Es wird empfohlen, die Verkehrsdurchsagen der Sender zu verfolgen,
die vor oder nach dem Nachrichtenblock gesendet werden.
Auf der Internetseite des Landkreis Diepholz erscheint außerdem ein Hinweis auf den angeordneten
Schulausfall (www.diepholz.de); dieser ersetzt jedoch nicht die Rundfunkdurchsage.
Informationen aus dem Verkehrswarndienst der Sender könne auch abgerufen werden
– im Internet unter „www.vmz-niedersachsen.de“ (Rubrik „Niedersachsen mobil“, Stichwort
„Schulausfälle“) und
– auf den bekannten Wetterseiten im Internet (z.B. www.wetter.com) sowie
– im NDR-Fernsehen (N 3) auf Videotext Tafel 110.
1.2 Unterrichtsausfall für den Landkreis Diepholz kann wie folgt angeordnet werden:
" Im Landkreis Diepholz fällt der Unterricht ....."
entweder: "..... an allen allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen aus."
oder: "..... für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 aus."
oder: "..... für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 10 aus."
1.3 Busunternehmen, Polizei, Straßenbauverwaltung, Städte, Gemeinden und Samtgemeinden
sowie die Landesschulbehörde, Abteilung Hannover, Außenstelle Syke, sind aufgefordert, extreme
Witterungsverhältnisse bis spätestens 4.30 Uhr der Rettungsleitstelle des Landkreises
Diepholz zu melden. Bei späterer Meldung ist eine Rundfunkdurchsage nicht mehr gewährleistet.


2. Unterrichtsausfall während des Unterrichtes
2.1 Ist zu erwarten, dass während der Unterrichtszeit extreme Witterungsverhältnisse auftreten, die
eine schwerwiegende Gefährdung der Schülerinnen und Schüler auf dem Heimweg erwarten
lassen, entscheidet die Schulleitung über eine vorzeitige Beendigung des Unterrichtes.
2.2 Voraussetzung für die Anordnung von Unterrichtsausfall ist, dass die Schülerbeförderung
gewährleistet ist. Alle betroffenen Beförderungsunternehmen müssen rechtzeitig informiert
werden.
2.3 Soweit die Schülerbeförderung nicht im Linienverkehr (ÖPNV) stattfindet, sind über eine vorzeitige
Beendigung des Unterrichtes rechtzeitig Absprachen mit dem Landkreis Diepholz als
Träger der Schülerbeförderung zu treffen.

Es ist sicherzustellen, dass die Schülerinnen und Schüler bis zum Verlassen der Schule beaufsichtigt
werden.
2.5 Schülerinnen und Schüler des Primarbereiches dürfen nur dann vorzeitig, d. h. abweichend
von ihrem Stundenplan, nach Hause entlassen werden, wenn sie von ihren Erziehungsberechtigten
abgeholt werden oder die Erziehungsberechtigten sich im Einzelfall (z. B. telefonisch)
mit der Entlassung einverstanden erklärt haben.
2.6 Die Anmerkungen zu Nr. 2.2 bis 2.4 gelten auch für den Fall, dass für eine Schule „hitzefrei“
angeordnet wird.


3. Allgemeines
3.1 Die Anordnung des Unterrichtsausfalls an einer berufsbildenden Schule berührt nicht die Verpflichtungen
Auszubildender aus ihrem Ausbildungsverhältnis.
3.2 Eltern, die eine unzumutbare Gefährdung auf dem Schulweg durch extreme Witterungsverhältnisse
befürchten, können ihre Kinder auch dann für einen Tag zu Hause behalten oder
sie vorzeitig vom Unterricht abholen, wenn kein genereller Unterrichtsausfall angeordnet ist.
3.3 Bei extremen Witterungsverhältnissen sollten Schülerinnen und Schüler keinesfalls länger als
15 Minuten über die fahrplanmäßige Abfahrt des Busses hinaus an der Bushaltestelle warten.
Sie sind danach für diesen Schultag entschuldigt.
3.4 Die Busunternehmen und Busfahrer tragen bei extremen Witterungsverhältnissen eine große
Verantwortung für die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler. Letztlich müssen die Unternehmer
bzw. die Fahrer für ihren Bereich entscheiden, ob sie die Fahrzeuge noch einsetzen
können oder nicht. Insbesondere die Fahrer sind ausdrücklich aufgefordert, evtl. sogar eine
begonnene Fahrt wieder abzubrechen und bereits aufgenommene Schüler wieder zurückzubringen,
wenn sie feststellen, dass die Sicherheit der Schülerbeförderung nicht mehr zu gewährleisten
ist. Der Landkreis Diepholz ist zu unterrichten.
3.5 Ist Unterrichtsausfall angeordnet worden, muss gewährleistet sein, dass Aufsichtspflichten gegenüber
den Schülerinnen und Schülern, die trotz des Unterrichtsausfalls zur Schule gekommen
sind, erfüllt werden. Die Schulen haben entsprechende Vorsorge zu treffen und die Aufsicht
sicherzustellen.
Alle Betroffenen werden dringend gebeten, bei extremen Witterungsverhältnissen auf
keinen Fall – insbesondere nicht vor Unterrichtsbeginn – unnötig die Telefonanschlüsse
der mit der Entscheidung über Unterrichtsausfälle befassten Stellen zu blockieren.
Meldungen über Unterrichtsausfälle ergehen über den Rundfunk und als aktuelle
Meldung auf der Internetseite des Landkreises Diepholz unter
„www.diepholz.de“.
 

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